Ein führungswilliger neuer Vorstand präsentierte sich 100 Tage nach der Neuwahl kraftvoll und selbstbewußt. Da konnte Präsident Dr. Menzel eingangs auf eine Vielzahl von sehr erfolgreichen Besuchen bei den Spitzen von Gesundheitspolitik, Selbstverwaltung und Kassenlandschaft verweisen und über große Erleichterung darüber berichten, dass nun endlich die Fachärzteschaft wieder mit einer kräftigen Stimme zu hören sein wird. Der kritischen Schar einiger zwischenzeitlicher Terrainoccupateure wurde mit großer Einigkeit die Stirn geboten bei erklärter Bereitschaft, den Wettbewerb um das bessere Ergebnis für die Fachärzte kompromisslos anzugehen.
Kritisch konstruktiv diskutierte man die letzte Version 2.0 des Konzeptes zur Neuordnung der vertragsärztlichen Versorgung der KBV an und vermittelte Herrn Dr.Köhler die einstimmige Botschaft, dass die fachärztliche Identität für die in der GFB vertretenen Verbände unteilbar ist und in Versorgungssäulenmodellen nicht zur Disposition steht. Die Kostenerstattung sieht man als interessante Variante ärztlicher Vergütung an, aber derzeit politisch nicht vermittelbar und daher eher in begrenztem Umfang projektbezogen anzustreben. Der angedachten Erweiterung des KBV-Vorstandes könnte man nach rechtsfähigen Beschlüssen auch mit personellen Vorschlägen entsprechen.
Die Weiterentwicklung der GFB-Länderstruktur steht am 3.Juli in Berlin an, danach wird die GFB komplett renoviert sein und für die Positionierung der Fachärzteschaft im Wahlkampf 2009 kräftige Akzente setzen.
